Withings Thermo im Selbsttest

Bei meiner letzten Erkältung griff ich spontan zum Fieberthermometer Withings Thermo. Hier lest ihr meinen Erfahrungsbericht – der dem simplen Use Case entsprechend recht kurz ausfällt.

Zunächst zu Motivation: Ich war krank und hatte kein Thermometer zu Hause, also warum nicht etwas smartes kaufen? Mit 99 Euro kein Schnäppchen (insbesondere wenn man bedenkt, dass die Grundfunktion auch mit einem ~10 Euro Tool abdeckbar wäre), aber warum dumm kaufen, wenn es auch die smarte Variante gibt?

Smart drückt sich zunächst durch die Messmethode aus: Das Thermometer wird von der Mitte der Stirn langsam nach links bewegt und tastet dabei mit 16 Infrarotsensoren simultan die Haut ab. Der gesuchte Messpunkt ist die Stirnarterie, die 1. recht oberflächlich liegt und sich dadurch gut messen lässt und 2. direkt vom Herzen kommt und somit als Indikator für die Temperatur im Körperinneren dienen kann.

Blick auf den Infrarotsensor Die LEDs zeigen die Temperatur des Thermo

Smart bedeutet außerdem, dass man das Thermometer ganz einfach per WLAN oder Bluetooth mit dem Smartphone koppeln kann, um den Temperaturverlauf zu dokumentieren. Außerdem kann man aus einer Liste von Symptomen auswählen und fotografisch den Krankheitsverlauf festhalten, woraufhin die App Einschätzungen zum Behandlungsverlauf gibt. Die Anwendung ist Withings-typisch minimalistisch gehalten mit viel Weißraum und hält sich bis auf die (auch Withings-typisch) gleichfarbige Systembar an die Material Design Specs.

Neue Messergebnisse müssen einem Account zugeordnet werden Gemessene Temperaturen mit Zeitstempel Über den FAB lassen sich Messpunkte, Fotos, Symptome etc. hinzufügen

Die Kopplung funktionierte beim ersten Smartphone problemlos, beim 2.Smartphone zickte das WLAN – vermutlich, weil im Gerät schon ein WLAN hinterlegt war. Per Bluetooth war die Verbindung mit dem 2. Account aber binnen Minuten hergestellt und die Synchronisierung funktioniert nun auf beiden Geräten per WLAN.

Zur Bedienung des Thermometers selbst: Nach der initialen Konfiguration wird das Thermo an die Stirn gehalten und mit einem kurzen Klick auf den Button die Messung gestartet – eine kurze Vibration bestätigt das. Nun bewegt man das Gerät in gerader Linie Richtung linkem Haaransatz, bis eine zweite Vibration die erfolgreiche Messung bestätigt.

Die LED-Matrix zeigt nun die Temperatur, während eine Status-LED eine erste Interpretation der Messergebnisse in grün, orange oder rot wiedergibt. Durch wischen der touch-sensitiven Fläche rechts ordnet man die Ergebnisse sofort einer Person zu – alternativ kann man das auch über die App tun, nachdem die Ergebnisse übertragen wurden.

Fazit

Einrichtung und Benutzung sind intuitiv und das Ergebnis von 4000 Messungen scheint mir zuverlässiger als das von einer, das ein regulärer Thermometer liefert. Gegenüber Infrarot-Thermometern für’s Ohr ist das Withings Thermo angenehmer zu benutzen (ein Vorteil bei Kindern) und hygienischer. Wer Spaß an smarten Dingen hat kann also zugreifen, eigentlich reicht aber auch die weniger smarte Variante.

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